Girokonto

Was ist ein Girokonto?

 

Ein Girokonto ist ein Kontokorrentkonto (=Verrechnung von Verbindlichkeiten und Forderungen), welches von der Bank für den Bankkunden geführt wird. (Fast) Jeder Mensch kann selbst leicht ein Girokonto eröffnen und ganz leicht über dieses Konto, anders als beim Tagesgeldkonto und Festgeldkonto, Zahlungen empfangen und absenden, durch sogenannte Überweisungen (englisch: Giro Transfer, Kurzform: Giro, daher auch Girokonto). Um eine Überweisung ausführen zu können, benötigt man lediglich die Kontodaten (im Normalfall Namen des Kontoinhabers, Kontonummer und Bankleitzahl, seit 2014 bzw. ab 2016 SEPA (Single Euro Payments Area, deutsch: Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum): IBAN und BIC bzw. SWIFT).

Mit einem Girokonto ist heutzutage meist auch Onlinebanking verbunden bzw. möglich. Beim Onlinebanking mit dem Girokonto spart man sich das umständliche Ausfüllen eines Überweisungsträgers vor Ort in der Bank. Bei der Online-Überweisung füllt man direkt vom Computer oder Handy einen Überweisungsträger aus, dafür braucht man, wie bereits oben erläutert, die Kontodaten des Empfängers und eine TAN-Nummer (Transaktionsnummer, eine Art Einmalpasswort, anstatt einer Unterschrift auf dem Überweisungsträger vor Ort in der Bank).

Laut der Website Statista.com, gab es Ende des Jahres 2012 in Deutschland knapp über 96 Millionen Girokonten allein in Deutschland, wobei es sich selbstverständlich nicht nur um private, sondern auch um geschäftliche Girokonten handelt.

Geschichtlich ist es nicht konkret belegt ab wann es die ersten, nach der uns heute geläufigen Funktion, Girokonten dieser Art gab. Der bargeldlose Zahlungsverkehr begann im Europa bereits im Mittelalter (circa 6. Bis 15. Jahrhundert), aus dem 11. Jahrhundert gibt es Überlieferungen der Begriffe Gut- und Lastschriften bzw. von Überweisungen auf Konten. Erst im 14. Jahrhundert gab es bei dem bargeldlosen Zahlungsverkehr die Einführung von schriftlichen Zahlungsanweisungen (=erste Überweisungsträger) und somit entstand auch erst der überregionale bargeldlose Zahlungsverkehr (zuvor alles nur mündlich und daher eher auf die jeweilige Region beschränkt). In islamischen Ländern gab es bereits schon viel früher das System der Verrechnungen von Forderungen und Verbindlichkeiten. Es gibt dokumentierte Belege aus dem Jahr 1327, dass es in islamischen Ländern bereits das Hawala Finanzsystem gab, welches bereits mit Konten arbeitete.

 

Übersicht über verschiedene Kontoarten wie Giro, Tagesgeld oder Festgeld mit Vergleich und zum online eröffnen